Was Ihr wissen solltet

 

Name:
Robert von Tornow

Geboren
12.03.1169

Amt in der Bruderschaft
Seneschall der Bruderschaft
2009-2011
Komthur der Templer Komthurey Tornow

Lieblingstier
Gustav Gans

Lieblingsmotive
Bergseen

Lieblingszeitschrift:
Werken mit Holz

Liebstes Urlaubsziel
Jerusalem

andere Hobbys
Kanu fahren

Persönliches Motto
Mach das beste draus

Meine Website Tips

www.templer-tornow.de

Pater Noster
Pater noster, qui es in caelis; Sanctificetur nomen tuum;
Adveniat regnum tuum; Fiat voluntas tua, sicut in caelo, et in terra.
Panem nostrum cotidianum da nobis hodie; Et dimitte nobis debita nostra,
sicut et nos dimittimus debitoribus nostris; et ne nos inducas in tentationem;
sed libera nos a malo.
Amen.

Robert von Tornow

Die Geschichte von Bruder Robert

Geboren wurde ich im Jahr des Herrn 1169 auf dem Rittergut Tornow als jüngerer von zwei Brüdern.
Meine Kindheit war geprägt von den Erzählungen umherziehender Barden,
die von Abenteuern und Heldentum heroischer Ritter und stolzer Könige berichteten.

Voller Eifer schlugen mein Bruder und ich uns in die Wälder und Wiesen, um uns wilde Kämpfe mit selbst geschnitzten Holzschwertern zu liefern, auf wiehernden Pferden durch weidende Kuhherden zu jagen und holde Jungfrauen vor Drachen zu retten.
Erschöpft und glücklich ließen wir uns dann ins kühle Gras sinken und hingen unseren Träumen von Heldentum und Ritterlichkeit nach.

Zurück im elterlichen Gut erwartete uns regelmäßig ein erzürnter Vater, der die Beschwerden über die von uns hervorgerufenen Ernte- und Viehschäden bei seinen Leuten beschwichtigen musste. Doch das hielt uns nicht davon ab, immer wieder aufs Neue hinaus zu laufen und unserer Kampfeslust nachzugeben.
Doch die unbeschwerte Zeit dauerte nicht ewig. Bei einem Jagdunfall wurde unser Vater so schwer verletzt, dass er kurze Zeit später seinen Wunden erlag. Mein Bruder als der ältere von uns erbte Hof und Gut und musste von nun an dem ernsthaften Weg eines Gutsbesitzers folgen. Zeit für Ausritte und Träume blieb ihm nicht.
Meine Eltern hatten schon früh für mich eine Laufbahn als Krieger vorgesehen, da ich als Zweitgeborener keinen Besitz zu erwarten hatte. Mit dem befreundeten Komtur einer benachbarten Templerkomturei war die Aufnahme in den Orden abgesprochen worden, so dass ich im Jahre 1187 dienender Bruder im Templerorden wurde.
Die Ausbildung zum Kämpfer hatte ich schon auf dem väterlichen Gut begonnen, doch wie groß war der Unterschied zu den Kampftechniken, die mir bei den Templern zuteil wurden! Voller Tatendrang und mit Feuereifer sog ich alles Wissen in mich auf.

Die Belohnung für meinen Fleiß sollte nicht lange auf sich warten lassen, denn ich wurde 1189 als Teilnehmer für den 3. Kreuzzug unter Kaiser Barbarossa nach Jerusalem ausgewählt.
Stolz trug ich den schwarzen Habit, den ein rotes Kreuz auf der Brust zierte.
Der Weg ins Heilige Land war weit, schmutzig und entbehrungsreich.
Mit Gottvertrauen stürzten wir uns in die Schlacht, ruhmreich und glücklich über den errungenen Sieg kehrte ich heim.

Doch wie niederschmetternd war die Ankunft! Mein Komtur war durch unehrenhaftes Verhalten in Ungnade gefallen. Darunter litt auch der Ruf meiner Familie, denn laut verkündetem Urteil durften wir für unbestimmte Zeit kein Wappen tragen. Zudem erreichte mich kurze Zeit später die Kunde vom Tode meines Bruders, der bei einem Einfall der Slawen in das Gebiet unserer Heimat getötet wurde. Die Erbfolge verlangte, dass ich Hof und Gut übernahm und ich verließ den Orden, um nach Tornow zurück zu kehren. 

Ich hatte die schlimmsten Verwüstungen durch den slawischen Überfall gerade ausbessern lassen, als ein Bote die Nachricht vom erneuten Einfall der Slawen brachte. Ich ließ in aller Eile mein Pferd satteln und wählte einige kräftige Knechte und Bauern aus, die, mit Forken und Sicheln bewaffnet, mein Gefolge bildeten.

 

 

An der Grenze meines Besitzes sah ich die Ungläubigen bereits auf mich zu reiten. Wir stellten uns ihnen tapfer entgegen, doch ihre Zahl ließ kaum Hoffnung aufkommen.
Schon bald war mein Wappenrock schwer von Blut, er hing in Fetzen und ließ das Geflecht des Kettenhemdes durchscheinen.
Obwohl ich mich tapfer und mit dem Mut der Verzweiflung wehrte, konnte ich der Übermacht nicht standhalten.

In letzter Minute griff überraschend ein Ritter mit seinem Gefolge ein. Erschöpft ließ ich mich auf die Knie sinken und konnte den folgenden Kampf wie durch einen blutigen Nebel beobachten.
Der Ritter stürzte sich auf die slawischen Krieger, dicht an seiner Seite ein kühner Recke. Beide schwangen in gerechtem Zorn ihre blitzenden Schwerter. Heller Klang von Schwert auf Schwert, dumpfe Schläge auf Holz und Fleisch, das helle Sirren federbesetzter Pfeile, dazwischen scharfe Rufe und schmerzerfüllte Schreie.
Ein Junge, Page oder Knappe?, kniete ernst neben mir nieder und reichte mir eine Flasche mit kühlem Wasser. Durstig trank ich.
Als ich mich erneut umsah erkannte ich, dass sich das Schicksal gewendet hatte:  Die Slawen flohen unter schweren Verlusten. Als der Ritter sich nun mir zuwandte und zu mir trat, sprach ich ihn dankbar an. "Wie ist Euer Name, Herr? Wohl erkenne ich Euer burgundisches Wappen, doch hatte ich von Eurer Sippe niemanden hier erwartet.

Der Burgunder half mir auf.
"Mein Name ist Siegfrud von Burgund und ich gehöre der Bruderschaft der Askanier an."
"Dann nehmt mich als Euren Gefolgsmann an, um mein Leben für Eures zu wagen, so wie Ihr es eben für mich getan habt."
"Nun.... zusammen sind wir stark im Herrn und in der Kraft seiner Macht. Ich kann einen Recken wie Euch gebrauchen.
Und so trat ich ein in die Dienste des Siegfrud von Burgund, eines Ritters der Bruderschaft der Askanier.
Ich gelobte nach gestrenger Art und Weise des ritterlichen Kodex zu leben, auch um die Ehre meiner Familie wieder herzustellen.
Eines Tages würde unser Banner, der Goldene Löwe von Tornow, von der Schmach befreit werden.
Aber bis zu diesem Zeitpunkt galt es, mit meinen neuen Gefährten noch etliche Abenteuer und wundersame Dinge zu erleben.

Roberts`s Gallerie
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