Hildegard

Hildegard
In einer herbstlich stürmischen Nacht im 10. Monat des Jahres 1248 erblickte die kleine Hildegard alsTochter zweier Wirtsleute das Licht der Welt. Neben ihrer 8 Jahre älteren Schwester, war Hildegard das zweite und somit jüngste Kind dieser Familie. Ihre Eltern, Helga und Hans waren im Besitz einer Schenke in Heidelberg. Um nicht ständig im Wirtshaus spielen zu müssen, durfte Hildegard zum benachbarten Bauern. Dort liebte sie es mit dem Pferd über den Acker zu reiten. Sie half in den Ställen beim saubermachen, kümmerte sich liebevoll um die Kaninchen und Hühner und durfte auch im Frühling miterleben, wie die kleinen Lämmer das Licht der Welt erblickten. Ihre Neugier war geweckt. Mit zunehmenden Alter musste sie immer mehr und mehr im Wirtshaus bei ihren Eltern aushelfen. Der Rausch des Alkohols und seine Folgen waren ihr kein schöner Anblick und so entschloss sie sich, den Trunkenbolden ein Ende zu setzen. Sie sammelte kleine Gräser und Kräuter und mischte diese heimlich den Krügen der Gäste bei. Bald darauf geschah es, dass Hildegard den stolzen Glasmacher Friedhelm kennen lernte undin seine Familie einheiratete. Neben einer hübschen Tochter, brachte Hildegard auch Jahre später einen kleinen Sohn zur Welt. Ihr Glück hätte nicht größer sein können.Familie, Hof und einen wunderschönen Garten indem sie allerlei Kräuter und Blumenanpflanzen konnte. Mit ihnen machte sie Salben und Tinkturen.Nachdem ihr Mann zahlreiche gute Dienste an der heidelbergischen Burg verrichtete erhielter eine Einladung vom Grafen von Heeneberg und wurde nach Kühndorf gerufen.

